FROM BAD TO WORSE AND NINE TO FIVE.

Zum Punx Picnic

Hey zusammen!

Wir wurden vor einiger Zeit angefragt, ob wir im Juni auf dem dreitägigen PUNX PICNIC im AJZ Neubrandenburg spielen wollen, worüber wir uns zunächst einmal sehr gefreut haben. Als dann vor einiger Zeit das komplette Festival-Programm feststand, haben wir gesehen, dass auch eine Band namens „Dukes of Cumshower“ dabei sein soll. Wie viele von euch sicherlich nachvollziehen können, hat uns der Bandname erst einmal stutzig gemacht.
Wir haben uns daraufhin die Homepage und die Texte der Band einmal näher angeschaut und uns wurde ziemlich schnell klar, dass wir eigentlich keinen Bock haben mit dieser die Bühne zu teilen. Nicht nur die sexistischen und rückschrittigen Inhalte der Band, die sie selbst auch noch für kritisch hält (obschon sie dafür gerade in der deutschen Mehrheitsgesellschaft zweifelsohne Zuspruch bekommen würden), sondern auch ihr Info-Text, in dem mit einem so sensiblen Thema wie Sexismus auf eine alles andere als progressive Art und Weise umgegangen wird, haben uns Grund genug dazu gegeben. Aber wir wollen darauf im Detail an dieser Stelle gar nicht eingehen. Checkt die Seite der Band und macht euch selbst ein Bild.

Wir haben darauf recht schnell eine e-Mail an die Festival-Crew geschrieben und gesagt, dass wir eigentlich keine Lust darauf haben zu spielen, wenn die „Dukes of Cumshower“ dabei sind und also problematischen Inhalten eine Bühne gegeben wird. Das hat dann für uns nichts mehr mit Spaß zu tun.
Vor allem die Person der Festival-Crew, zu der wir Kontakt haben, sah das alles ganz ähnlich wie wir und es sah zunächst sogar danach aus, als würde der Band tatsächlich abgesagt, die auf die Kritik mit Betroffenheitsgetue und dem infantilen Beharren darauf, dass Punk doch wohl irgendwie alles dürfe, reagiert. Leider stellte sich später heraus, dass doch nicht alle im AJZ und der Festival-Crew unsere Ansichten teilten. Wir haben keine Einsicht in das Plenum des AJZ und wie dort Entscheidungen getroffen werden. Jedenfalls wurde uns schließlich mitgeteilt, dass der Band doch nicht abgesagt wird. Allerdings wurden wir dabei ausdrücklich gebeten, trotzdem zu spielen und unseren Auftritt als Möglichkeit zu nutzen, um Stellung zu beziehen und Sexismus eine klare Absage zu erteilen. Dass man das nun lieber an uns delegiert, finden wir aus vielen Gründen bedauerlich.

Wir haben daraufhin lange hin- und herüberlegt, was wir machen sollen. Nicht ohne komisches Gefühl im Magen haben wir uns nun doch entschieden zu spielen. Der Grund dafür ist, dass auch wenn Teile der Festival-Crew scheinbar kein Problem mit der Band haben, wir trotzdem von Anfang an das Gefühl hatten, dass es im AJZ und in der Festival-Crew Leute gibt, die unsere Kritik verstehen und teilen. Wir hatten das Gefühl, dass es von einigen sogar begrüßt wurde, dass wir „den Mund aufgemacht“ haben. Allen voran die Person, die uns angefragt hat. Scheinbar lag es diesen Menschen sehr am Herzen, dass wir trotzdem dabei sind und mit diesen Menschen wollen wir nach wie vor gerne einen netten Abend verbringen. Ohne sie würden wir ganz sicher nicht auf dem Festival spielen.

Gegen Sexismus und ekligen Männer-Rock’n’Roll!

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s